Finanzexperten: Das raten sie in Krisenzeiten

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Für viele Deutsche hat es sich inzwischen mehr zu einer lästigen Pflicht als zur Lust entwickelt, ihr Erspartes ordentlich anzulegen, um damit ein klein wenig Rendite zu erwirtschaften. Der Frust zu diesem Thema hat sicherlich in den ersten Wochen des März 2016 noch zugenommen, denn zu diesem Zeitpunkt hat die EZB ihre erneute Zinssenkung bekannt gegeben.

EZB Entscheidung sorgt für sinkende Zinsen

Erst vor wenigen Tagen hat EZB-Chef Mario Draghi deutlich gemacht, dass in Zukunft nicht an höhere Zinsen oder eine Straffung der Geldpolitik zu denken ist. Damit ist auch klar: Sparen ist nur noch als Notgroschen sinnvoll, denn für Tagesgeld gibt es oftmals deutlich weniger als ein Prozent Zinsen. Eine Ausnahme davon macht MoneYou mit einem derzeitigen Zinssatz von 0,95 %.

Auch Lebensversicherungen lohnen sich nicht mehr und das Auf und Ab an den Aktienmärkten seit Anfang 2016 bereitet selbst risikobereiten Anlegern Bauchschmerzen. Der Verfall der Ölpreise, die geopolitischen Risiken und der derzeitige Umbruch der chinesischen Wirtschaft sind zu viele Unsicherheitsfaktoren, die alle auf einmal auf die Sparer zukommen.

Ohnehin gehören die Deutschen nicht zu den Investoren, die ihr Vermögen in Aktien anlegen. Denn hierfür müssen grundsätzliche Entscheidungen getroffen und sich regelmäßig um das Geld gekümmert werden. Dabei gilt: Eine Investition in Aktien ist immer langfristig zu sehen. Generell gilt für Privatanleger, dass sie ihr Vermögen besser auf verschiedene Anlageklassen aufteilen sollten. Eine gute Form der Geldanlage ist es, vorzeitig Immobilien- oder Ratenkredite abzuzahlen. Denn ein Wegfall von Zinsen ist ebenfalls eine gute Form der Geldanlage.

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Offene Immobilienfonds generieren höhere Erträge

Wer trotzdem unbedingt Geld anlegen will, sollte sich Gedanken über eine Aufteilung machen. So kann beispielsweise ein Teil des Geldes in sichere Anlagen wie Festgeld oder Tagesgeld fließen. Der andere Teil dann in Goldmünzen oder Goldbarren. Edelmetall ist als sicherer Hafen immer gefragt. Doch mehr als 10 % des Anlagevermögens sollte diese Investitionen nicht ausmachen.

Höhere Erträge als festverzinsliche Anlagen bieten offene Immobilienfonds. Doch auch hier gilt: Das Geld auf verschiedene Fonds aufteilen, um die Risiken zu streuen. In der Vergangenheit haben offene Immobilienfonds durchschnittlich 4 % mehr Rendite erwirtschaftet als Staatsanleihen. Aktuell werfen Bundesanleihen mit Laufzeiten zwischen ein und sechs Jahren überhaupt kein Geld ab, da sich hier die Zinsen im negativen Bereich befinden.

Tipp: Finanzexperten geben gegen Honorar Hilfestellungen bei der Findung der optimalen Anlageform.

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